Lösungen: Mit E-Learning starten

Problem

Sie möchten in Ihrem Unternehmen E-Learning einführen, haben dafür auch bestimmte Lerninhalte und Zielgruppen im Blick, fürchten aber die hohen Anfangsinvestitionen, die laufenden Folgekosten sowie das Risiko einer falschen Entscheidung bei der Auswahl des Learning Management Systems (LMS).

Kontext

Sie haben einen oder mehrere große LMS-Hersteller kontaktiert und sind von der gebotenen Funktionalität sowohl beeindruckt als auch "erschlagen". Der hohe Einarbeitsaufwand schreckt Sie, die Anfangsinvestition und die laufenden Lizenzkosten übersteigen Ihr Budget. Auch stört Sie, dass Sie eine Gesamtlösung übernehmen und bezahlen müssen, von deren Funktionsumfang  Sie am Anfang nur wenig wirklich benötigen und nutzen können.

Bei großen wie bei kleineren kommerziellen LMS-Herstellern sind Sie zudem verunsichert, ob es sie angesichts der fortdauernden Markbereinigung morgen noch geben wird oder ob die jeweilige Produktlinie auch nach möglichen Firmenzusammenschlüssen zukünftig noch fortgeführt wird.

In Bezug auf Produkte aus dem Open Source Bereich sind Sie unsicher, ob diese professionellen  Ansprüchen genügen, ob Sie vernünftigen Support bekommen, und ob bei zukünftig steigenden Ansprüchen die dort entwickelten Lerninhalte ggf. auf ein mächtigeres LMS übertragen werden können.

Lösungsansatz

Sie starten mit E-Learning in einem kleineren Szenario, bei dem Sie zumindest die Investitionen in einem überschaubaren Zeitraum wieder hereinholen. Sie beginnen mit einem oder wenigen E-Learning Kursen, bei denen die Nachfrage bzw. der Schulungsbedarf am größten sind.

Für die Lernplattform verwenden Sie als Basis ein geeignetes LMS aus dem Open Source Bereich. Als Auswahlkriterien legen Sie u. A. zugrunde:

  • Das Produkt ist weltweit verbreitet und besitzt eine breite Basis an Entwicklern und Anwendern

  • Das LMS wird von auch Anwendern in der Wirtschaft bereits erfolgreich genutzt

  • Das LMS setzt auf dem Server nur Mainstream-Technologien voraus (bezüglich Betriebssystem, Middleware und Datenbank).

  • Das LMS stellt auch an die Software auf dem Client (d.h. den Rechner des Lerners) keine besonderen Anforderungen (wie z.B. Java)

  • Das LMS unterstützt die wichtigsten E-Learning-Standards, insbesondere SCORM

  • Die Benutzeroberfläche des LMS ist aus Lernersicht einfach zu bedienen und zu verstehen. Falls nicht "von Haus aus", lässt es sich mit überschaubarem Aufwand entsprechend konfigurieren oder anpassen.

  • Die Benutzeroberfläche des  LMS lässt sich an das Corporate Design Ihres Unternehmens ausreichend und mit wenig Aufwand anpassen.

Für das Open Source LMS entstehen keine Lizenzkosten. Stattdessen benötigen Sie Mittel für die Anpassung, die vernünftige Einbindung des LMS in die IT-Infrastruktur Ihres Unternehmens (wie ERP- und CRM-System) und vor allem die Entwicklung der Lerninhalte.

Um den laufenden Betrieb zu sichern und um Updates des LMS Basissystems nachzuvollziehen, schließen Sie mit einem kommerziellen Dienstleister wie cogito einen entsprechenden Support- und Servicevertrag.

Ihre Lerninhalte entwickeln Sie (oder Ihre Auftragnehmer) nach den E-Learning Standards IMS CP und SCORM in sogenannten Content Packages, wodurch diese sowohl auf dem ausgewählten Open Source LMS als auch auf jedem ernstzunehmenden kommerziellen LMS lauffähig sind.

In die Entwicklung Ihres E-Learning-Angebots binden Sie Ihre Fachexperten und Trainer mit ein, auch auch um deren  Akzeptanz zu gewinnen und um die Integration und Abstimmung von E-Learning und konventionellem Training zu gewährleisten